Waldemar Cierpinskis Entdeckung der Himmelsscheibe

Haben wir mit dem Himmelswegelauf die Geburt eines neuen Kult-Events erlebt? Der Sternlauf zur Arche Nebra in Sachsen Anhalt, dem Fundort der berühmten Himmelscheibe, hat das Zeug dazu. Nicht zuletzt, weil die Veranstaltung von Marathon-Olympiasieger Waldemar Cierpinski mit organisiert wird. Wir waren mit dem MyGoal Mobil zur Premiere des Laufs in der Nähe von Halle/Saale dabei und haben mit Läufern und Veranstalter gesprochen.

Himmelswegelauf Nebra

Das archäologische Museum Arche Nebra ist der Zielort des neuen Laufes

Vom Viertelmarathon bis zum dreifachen Marathon für Ultraläufer hatte der Himmelswegelauf gleich vier Streckenlängen im Angebot. Allein die Organisation als Sternlauf war sicher eine Herausforderung, die das Team um Cierpinski-Sport aus Halle und vom Mitteldeutschen Marathon gemeistert hat. Den ganz langen Lauf haben sich beim ersten Mal nur eine Hand voll Läufer zugetraut und so werden die 126 Kilometer eine ziemlich einsame Angelegenheit gewesen sein. Aber so war das vor 40 Jahren beim Rennsteiglauf sicher auch und heute laufen ihn jedes Jahr Tausende. Viertel- und Halbmarathon waren jedenfalls schon sehr gut besucht. Die Himmelsscheibe ist eine tolle Trophäe, die jeder Finisher, als Medaille umgehängt bekam. Allein dafür lohnt es sich, aber auch für die schöne Landschaft und die Herausforderung der sehr hügeligen Gegend zwischen Saale und Unstrut.

Das Original der Himmelsscheibe war hier in Nebra von Grabräubern entdeckt worden. Die wussten gar nicht, was sie da in den Händen halten, nämlich die älteste menschliche Darstellung des Weltalls mit einem erstaunlich genauen astronomischen Kalender. Ab sofort dürfte sie aus dem Laufkalender nicht wegzudenken sein, zumal der Lauf südlich des Harzes in Sachsen-Anhalt große politische Unterstützung erfährt. So kommt auch mal das Foto eines Ministerpräsidenten in unser Fahrtenbuch! 😉 Bestimmte die Himmelscheibe vor vielen tausend Jahren den Rhythmus von Aussaht und Ernte bei unserer Vorfahren, wird sie ab 2012 sicher einen festen Platz im Laufkalender finden. Hier sind ein paar Bilder vom Himmelswegelauf:

Nebra hat uns gut gefallen. Trotzdem waren wir ganz froh, dass wir am 8. Tourwochenende nur einen Tag arbeiten mussten und nutzten die Gelegenheit für einen Abstecher zum Kyfhäuser, Deutschlands kleinstem Mittelgebirge und einen Campingtag mit Reisemobil, wie es sich gehört und wie du übrigens 14 davon bei uns gewinnen kannst!

Ein heraufziehender Gewittersturm und der nach drei Seiten abfallende Hang vor der Arche haben uns kurzzeitig etwas erschrocken. Wir glaubten schon, dass THW müsste uns nach der Veranstaltung freischleppen, weil die Räder am MyGoal Mobil immer wieder durchdrehten und sich einzugraben drohten. Aber mit vereinter Muskelkraft der Helfer vom DRK bekamen wir die 3,2 Tonnen von der nassen Wiese geschoben. Ein wenig Abenteuer ist die Tour auf jeden Fall auch.

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